Saarbrücker Zeitung Mittwoch, 08. Juni 2011 
Saarbrücker Zeitung Dienstag, 24. August 2010
Saarbrücker Zeitung, Donnerstag, 18. Februar 2010 Heute wie gesternBlies Blues Band spielte im Völklinger Alten BahnhofEin musikalisches Wiedersehen mit dem Gestern feierten die Zuhörer am Dienstagabend im Völklinger Alten Bahnhof mit der Blies Blues Band. Am kommenden Dienstag geht's ähnlich weiter.Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas Völklingen. „It's hard to say goodbye to yesterday“ – es ist hart, dem Gestern auf Wiedersehen zu sagen. Muss man auch nicht! Schließlich gibt's die Blies Blues Band, die Kulturreihe „Tuesday Station Music“ im Alten Bahnhof Völklingen, den guten alten Rhythm' & Blues und das dazu passende Publikum. Dienstagabend, zur Rockfaasend, drängten sich die Zuhörer dicht an dicht auf der Plattform Elfdreiviertel im Alten Völklinger Bahnhof. Den Bliesbluesern war ihr guter Ruf voraus geeilt – aus einem Vierteljahrhundert Bühnenerfahrung allein in dieser Formation, aus ihrem Weihnachts-Jubiläumskonzert vor wenigen Wochen an gleicher Stelle und überhaupt. Den soliden Klangteppich der Kapelle weben Roman Grzyb am Schlagzeug und Reinhard Blau am Bass. Locker, gelöst und saitengewandt wie immer lässt Jürgen Rath seine Gitarre melodisch klingen, nervös hämmern, aufgeregt stottern und besonders schön mit aufgesetztem Flaschenglas auf seinen Fingerkuppen heulen, gerade, wie es gebraucht wird. Sänger Udo Oster, am Dienstag bestens aufgelegt, treibt das Publikum voran. „Ride, Sally, ride!“ singen wir den Refrain von Wilson Pickets „Mustang Sally“ mit. Gerne beteiligen wir uns auch mit „Well get your kicks“ im Klassiker „Route 66“, mit „I know it's true“ in „Walking by myself“ und so fort. Einige tanzen sogar. So kommt die alternative Faasenacht auch ohne Pappnase, Konfetti, Orden oder Schunkler prima in die Gänge, so dass einer Fortsetzung der „Tuesday Station Music“ nichts im Wege steht. Am kommenden Dienstag, 23. Februar, 20 Uhr, covern bei freiem Eintritt die alten Völklinger Lokalheroen von The Ipcress, frühere Schülerband des Realgymnasiums, Blues vom Feinsten. Saarbrücker Zeitung, Montag, 28. Dezember 2009 Blies Blues Band entfachte zum Jubiläum das alte Feuer Völklingen. Im schnelllebigen Popularmusik-Zirkus sind 25 Jahre eine Ewigkeit. So lange gibt’s die Blies Blues Band (BBB) aus Neunkirchen, die ihr Jubiläum am Samstag im höchst attraktiven Alten Bahnhof in Völklingen feierte. Die zahlreich erschienenen Musikfans erlebten beim Auftakt der künftig titelgemäß dienstags stattfindenden Reihe „Tuesday Station Music“ eine routinierte, rundum professionell aufspielende Truppe. Umso erstaunlicher, da ein Aushilfsmann mit von der Partie war: Patrick Wölfinger vertrat das an der Hand verletzte Szene-Urgestein Reinhard Blau am E-Bass, und das machte er tadellos. Dass das in jedem Fall grundsolide Rhythmusfundament ein wenig kantig tönte, lag an der Vorliebe von BBB-Schlagmann Roman Grzyb für teils harsche Sounds – nicht unbedingt bluestypisch. Nun, obwohl hier Uralt-Klassiker wie „Route 66“, „Hoochie Coochie Man“ bis „Dust my broom“ erklangen, stehen BBB eben auch immer mit einem Fuß mitten im Rock und packen etwa ZZ-Top-Nummern aus. So ist Jürgen Rath, seit 1984 Gitarrist der ersten Stunde, ein mit allen Wassern gewaschener Techniker. Ohne mit der Wimper zu zucken schöpft der Saiten-Perfektionist souverän aus einem reichen Fundus zwischen eleganten Slide-Einlagen und rasanten Läufen à la Ritchie Blackmore & Co. Ebenso gekonnt pflegte der gewohnt stimmstarke Sangesmann Udo Oster hier den Kontakt zum Auditorium. Bei solch gediegenem Handwerk ließen sich trefflich Leistungsreserven horten – immerhin stand am Tag darauf an gleicher Stelle ein Wiederholungskonzert an. Dass BBB noch das einstige Feuer entfachen können, zeigte das mitreißende Finale. Das begeisterte Auditorium erklatschte Zugaben. uhr nachstehende Kritik ist der Saarbrücker Zeitung (Juli 2007) entnommen: Blies Blues Band rockt den Pfarrgarten 1200 Besucher am Donnerstag beim Völklinger City Open Air Ganz taufrisch sind die Jungs der Blies Blues Band rein äußerlich nicht mehr. Das tut ihrer Musik aber keinerlei Abbruch. Auch 25 Jahren nach der Bandgründung klingt ihre Musik frisch und jung. Von SZ-Mitarbeiter Jürgen Kück Völklingen. „Eine Steigerung schien ja kaum noch möglich, aber dieser Abend war wirk-lich ein neuer Höhepunkt in der City-Open-Air-Reihe.“ Das sagte um 22.15 Uhr eine Zuhörerin und schaute den vier Musikern der Blies Blues Band zu, die auf der Bühne ihre Instrumente einpackten – noch genau so munter und flachsend wie drei Stunden zuvor. Da saßen die Bandmitglieder mitten unter den Besuchern, kauten ihre Flammkuchen und sahen zufrieden zu, wie sich der Pfarrgarten allmählich mit Menschen füllte. „Dieser Ansturm ist uns nicht neu, wir sind an ein Millionenpublikum gewöhnt“, sagte Gitarrist Jürgen Rath, und Leadsänger Udo Oster ergänzte: „Unsere grauen Schläfen täuschen, wir sind nämlich jung, und zwar sogar schon eine ganze Weile!“ Richtig neu, so Rath, sei aber nur seine Hose, die er extra für Völklingen gekauft habe. „Wir sind Wiederholungstäter, und ich kann doch nicht in der Bux auftreten, die ich schon vor zwei Jahren hier anhatte – was denken denn die Leute!“ Die Koketterie haben sie eigentlich gar nicht nötig, denn als die Band vor 25 Jahren in Neunkirchen gegründet wurde, war der Erfolg wegen des besonderen Repertoires vorauszusehen: „Wir spielen neben Reggae und Rock hauptsächlich klassische Songs mit Bluestouch“, erklärt Drummer Roman Grzyb. „Wir mögen keine Originaltreue, das ist eine Wiederkäue.“ Auch diese verblüffende Dichtkunst wurde den vier Spitzenmusikern bei der Bandgründung in die Wiege gelegt: „Wir wurden von einem Deutschlehrer gegründet“, berichtet Bassist Patrick Wölflinger, „und der hat natürlich mit Genuss den Stabreim im Namen Blies Blues Band erschaffen.“ Der Genuss blieb all die Jahre erhalten, denn sie spielen mit solcher Freude am Improvisieren, dass die Blueslust schnell auf die rund 1200 Besucher überspringt. Schwere Beats tropfen durch den bunten Bühnennebel, und die Besucher singen, wippen und klatschen im Takt mit. Manche Songs, beispielsweise von ZZ Top, Wilson Pickett oder Bob Marley, die im Original gerade mal vier Minuten dauern, verlängern sie mit sichtlicher Spielfreude auf eine Viertelstunde. Vergeblich erklärt Rath gegen 22 Uhr, dass er jetzt nach Hause und mit dem Hund seiner Frau Gassi gehen müsse. Erst nach mehreren Zugaben mit Wunderkerzen ist das Publikum gesättigt. nachstehende Kritik ist der Saarbrücker Zeitung (August 2005) entnommen: Die Blieserbluesten 400 Besucher beim Konzert Püttlingen. O Suzie Q., dieser Sommer hat echt den Blues. Die Blies Blues Band eher nicht. "Wir sind keine Blues-Puristen. Wir spielen fast alles", verkündete Sänger Udo Oster höchst vergnügt am Samstagabend von der Püttlinger Kultur-Bahnsteigkante. Dann bieten das Quartett von der Blies so Berauschendes wie "Cocaine" oder "Whisky in the jar" und Klassiker wie "Sweet home Chicago" und "Route 66". Der Sound geht direkt in die Beine. Die Hände klatschen wie von selbst im Rhythmus, ja bei so manchem Hit agieren die Zuhörer wie ein Gospelchor und singen geschlossen mit. Udo Osters Stimme ist rauh und rauchig. Er zieht effektvoll Gesangsschleifen oder schmeisst schnell mal ein paar Takte frechen Sprechgesang dazwischen. Die zweite Hauptrolle besetzt Jürgen Raths Gitarre. Die quiescht, jault, klingt und klagt. Sie spielt schier verrückt beim Anblick von Seidenstrümpfen, "Fool for your stockings" und singt, was die Saiten halten. Die Blies Blues Band, die aus dem Neunkircher Raum kommt, ist ganz offensichtlich auch in unserer Region beliebt. Das merkt man schon an den voll geparkten Bürgersteigen rund um den Püttlinger Kulturbahnhof. Über 400 Besucher sind zum Konzert gekommen, schätzt Heike Kolling - Krumm, die Geschäfts-führerin des Kulturforums. Und das, obwohl uns der August die kalte Schulter zeigt. Die Bliesblueser, mit Reinhard Blau am Bass und Roman Grzyb am Schlagzeug, sind schon ein Vierteljahrhundert on the road. Im Püttlinger Sommerfahrplan waren sie zuvor allerdings noch nicht vertreten. Mal abgesehen von Jürgen Rath, der hier schon in mehreren anderen Formationen mitmischte. Zwischendrin geht es mit "I 've got a cold cold feeling" dann doch zurück zu den Blues-Wurzeln, und bei den "Parisienne Walkways" tanzte ein verliebtes Pärchen eng umschlungen vor den nostalgischen Waggons. hof nachstehende Kritik ist der Saarbrücker Zeitung (August 2004) entnommen: Blues wie in den guten alten Zeiten Völklinger City Open Air mit Rückblick auf die 70er Jahre Am Donnerstag waren beim Völklinger City Open Air die 70er Jahre wieder angesagt. Die Blies Blues Band kommt aus einer Zeit, in der man geboren wurde, um wild zu leben – und so spielt sie auch. VON SZ-MITARBEITERIN BEATRIX HOFFMANN Völklingen. Donnerstagabend ist die Welt wieder in Ordnung. Zumindest in Völklingen. Nur die Tauben treibt es flugs vom Pfarrhausdach, wenn der Zeiger auf halb acht springt und die Glocken von Sankt Eligius zwei Mal schlagen. Die Blies Blueser starten durch und brettern mit Karacho los. Sie kommen aus einer Zeit, als man noch geboren wurde, um wild zu sein. Mit der zweiten oder dritten Nummer setzt das Animationsprogramm ein.„Tsch, klatschen und lauter, ihr seid die Rhythmusmaschine, ihr könnt noch lauter“, ruft Udo Oster ins Publikum runter. Der Sänger gibt sich genau wie Roman Grzyb am Schlagzeug Und Reinhard Blau am Bass als Man in Black. Nur Gitarrist Jürgen Rath tanzt in Rot aus der Reihe. Optisch und akustisch erfüllen die Vier voll das Blues-Klischee der 70er Jahre.Spätestens ab dem vierten oder fünften Titel haben sie das Publikum voll in ihren Bann gezogen. Von Suzie Q singt jetzt Oster und von allen Seiten kommt: „the way you walk ... the way you talk“. Die Band bringt “Walking by myself“ und alles läuft wie von selbst.Wie beim Gospelgesang antwortet der Völklinger Chor auf Osters: „You know I love you“ klangvoll: “I know it`s true“. “Heute gebbt es spät“, stellt der Rotkreuzmann fest und rechnet schon mal vorab, dass das Konzert mindestens bis zehn Uhr geht und dann noch eine halbe Stunde Zugabe folgt. 500 Leute sind seiner Schätzung nach da. Weit mehr, gut 800, meintKulturchef Karl-Heinz Schäffner, der für das Open Air lässig eine dunkle Sonnenbrille ans Streifenhemd geklemmt hat. Wie viel es nun genau sind, lässt sich bei solchen Umsonst-und -Draußen-Veranstaltungen sowieso nicht sagen. Jedenfalls werden es im Laufe des Abends immer mehr, und später sind nicht nur alle offiziellen Bänke, die Bistrotische sowie Der Brunnenrand belagert, sondern auch fast alle andern Steh- und Sitzgelegenheiten dazwischen. So manch ein Mann zeigt Bein an diesem warmen Sommerabend, bei den Damen kommen endlich die luftigen Tops und neuen Sommerkleider zum Einsatz. Die älteren Semester schwelgen bei „Black magic woman“ und „Route 66“ in Erinnerungen. Es ist ein bisschen wie Sellemols on the same old place. |