
Gute Laune mit "Big Jim & The Twins" Dillingen (lx). Wie gut eine Band wirklich ist, erkennt man daran, ob sie auch leise spielen kann. Dass "Big Jim & The Twins" eine ausgezeichnete Blues- und Rockformation sind, das stellten sie bei der jüngsten Gitarrenmatinee des Vereins "Kultur und Gitarre" unter Beweis. Jeden ersten Sonntag im Monat steht im Bistro der Dillinger Stadthalle die Gitarre im Mittelpunkt. Mal ist es Klassik, mal Flamenco und manchmal, so wie jetzt, elektrisch verstärkte Blues- und Rockmusik. Den Morgenstunden angepasst verlegten sich Bodo W. Bode (Gesang und Bass), Jürgen Rath (Gitarre) und Sandy Sandmeyer (Schlagzeug) auf die leiseren Bluestöne. Mit geschmeidigen Gitarreklängen, einem gefühlvollen Bass und zarten Schlagzeugrhythmen versetzten die drei Musiker das voll besetzte Bistro in eine wohlig warme Vormittagslaune - untermalt von Bluesklassikern wie dem "Stormy Monday Blues" oder Soulhits a la "Ain't no sunshine wenn she's gone" . Das Repertoire der drei Musiker von "Big Jim & The Twins" besteht aus Juwelen des Blues und Rock von Cream, Joe Cocker, Alvin Lee, Gary Moore, Santana und ZZ-Top und auch die Musiker selbst haben einen hochkarätigen musikalischen Background. Ihre Namen sind eng verwoben mit Bands wie den "Blackbirds" , der "Blies Blues Band" , "Glass Opening" , der "Herry Schmidt Band" , "Saarbruck Libre" , "Sunset Super Session" oder "X-Ray" . Damit konnte "Big Jim & The Twins" das bunt gemischte Publikum aus allen Altersklasse gleichermaßen faszinieren und mitreißen. Bei den atmosphärischen und mit leichtem Hall gespielten Gitarrensoli von Jürgen Rath hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Beeindruckend die Fähigkeit der Band, sich räumlichen Gegebenheiten anzupassen - dies gilt vor allem für Schlagzeuger Sandmeyer, der trotz leiser Spielweise nichts von seiner Dynamik einbüßte, und es so seinen beiden Bandmitgliedern leicht machte, in gemäßigter Lautstärke mitzugehen. Ohnehin war das Zusammenspiel der drei Musiker wie aus einem Guss, man merkt eben die lange gemeinsame Banderfahrung. Gesanglich sicher zeigte sich nicht nur Sänger und Bassist Bodo W. Bode, auch Schlagzeuger Sandy Sandmeyer durfte bei einigen Stücken ran und meisterte das "Kunststück" , gleichzeitig ausdrucksstark zu singen und die Schlagzeugstöcke zu schwingen, meisterlich. ¦ Nächster Termin für eine Gitarrenmatinee im Bistro der Dillinger Stadthalle: 4. März Erdig und ehrlichBig Jim & The Twins begeistern im Püttlinger BahnhofPüttlingen. Zum Konzert von Big Jim & The Twins im Püttlinger Kulturbahnhof brachten Optimisten schon mal den dicken Pullover mit. Eingedenk der Aussage von Geschäftsführerin Heike Kolling-Krumm, zum Abschluss der Winter-Saison „vielleicht“ nach draußen zu gehen. Mit dem Bahnsteig wurde es wegen der kühlen Temperaturen dann zwar nichts, dafür ging‘s drinnen um so heißer zur Sache. Die Band ließ von Anfang an keine Zweifel darüber aufkommen, wo es musikalisch lang geht: Big Jim & The Twins interpretieren Songs von Bad Company, Cream, Joe Cocker, Elvis, Fleetwood Mac, Alvin Lee und ZZTop auf eine wohltuende Weise, dass der rhythmische Rockin‘-Blues dem Publikum, soweit das in den beengten Verhältnissen überhaupt möglich schien, buchstäblich in Hand und Fuß, Bein und Kopf fuhr. Mit anderen Worten: Dem Mitklatschen und Schnipsen, Kopfnicken und Mitsummen konnte und wollte sich niemand entziehen. Der geniale Bass von Bodo W. Bodé und das nicht minder perfekte Schlagzeugspiel von Sandy Sandmeyer, besorgten, präzise wie ein Uhrwerk, das Fundament für die Soundkaskaden, die dem Gitarristen Jürgen Rath auf seiner Stratacaster mit dem typischen „Twäng“ gelingen. Kaum zu glauben, wie man mit zwei Händen einen solch facettenreichen Gitarrenklang zaubern kann. Wobei Sandmeyers gelegentlich eingesetzte Blues Harp den Unterhaltungswert des Gigs ebenso deutlich steigerte, wie die in feinster klassischer Manier zugespielten Soli der Musiker. Keine Frage: Zu einer Blues-Night gehört eine aufregende Stimme. Bodo W. Bodé singt den klassischen Blues und den harten Rock so erdig, gerade und ehrlich, wie Musik nur sein kann. Ein unterhaltsamer Abend zum Ausklang des Winterfahrplanes im Kulturbahnhof Püttlingen, der bereits jetzt Lust auf die bevorstehende Sommersaison aufkommen ließ. Den Anfang macht – dann aber wirklich draußen auf dem Bahnsteig – am Samstag, 28. Juni, die Formation A couple of Soul. Der Sommerfahrplan wird Mitte Juni veröffentlicht. WALTER FAAS Blues genau so, wie er sein soll SZ vom 02. November 2004 Big Jim & The Twins im Elch VON SZ-MITARBEITER WALTER FAAS Riegelberg. „Jedem Elch sein Kelch!“ Mit Halloween hat der flotte Spruch nichts zu tun. Patrick Gabriel, Wirt der Riegelsberger Szenekneipe Elch, feierte jedenfalls in seinen 45. Geburtstag hinein. „Der mit dem Elch tanzt“, also Gabriel, hat sich für dieses Ereignis die Halloween-Nacht ausgesucht. Mit der Band Big Jim & the Twins gastieren drei Blueser von echtem Schrot und Korn. Deren Sound klingt unterdessen weniger wie der schleppende Südstaatenblues, sondern modern, rockig und soulig. Orientiert an Rockgrößen wie Bad Company, Cream, Joe Cocker, Fleetwood Mac, Alwin Lee, Gary Moore und ZZTOP lassen Jürgen Rath (Gitarre), Bodo W. Bodé (Bass und Gesang) und der neue Schlagzeuger und Sänger Dirk Kühn ihre Instrumente lachen und weinen, jaulen und trauern, das es eine wahre (Blues)-Pracht ist. Die Mischung zwischen unendlich langsam gespielten Balladen über funkig gespielte Stücke und modernen Groove bis hin zum „eisenharten“ Rock kam in der Halloweennacht im Elch besonders gut an. „Ich hab’ schon beim ersten Riff die Ohren gestellt“, freut sich am Tresen ein Besucher. Das Publikum trägt Zopf und Karo. Es riecht nach gegrilltem Schafskäse und geknofelter Pasta. Die Stimmung ist ausgelassen bis familiär. Die Papp-Geister an den Wänden passen zum Anlass. Die Kunststoffschädel an der Decke wirbeln im Takt der heißen Luft. An der Stratocaster, der legendären Fender-Gitarre, fängt Rath traumhaft sicher entfernteste Akkorde ein. Während Bodé den Blues singt, wie er sein soll – erdig, emotional, eingängig. Und wenn der Drummer, von seiner früheren Band Cherokee an ganz andere Töne gewöhnt, sein Instrument drischt, fliegen tatsächlich die Späne. Weniger ist zumindest ebenbürtigKonzertsaison endet im Musiklokal am Vogelwoog Von unserem Mitarbeiter Andreas Keller
Woran erkennt man, dass der Sommer zu Ende geht? Nun, unter anderem auch daran, dass die diversen sommerlichen Konzertreihen in diesen Tagen allesamt auslaufen: Vor zehn Tagen waren es die Volkspark-Konzerte, am vergangenen Donnerstag der Bremerhofer „Sommerjazz" (wir berichteten jeweils). Und am Sonntagnachmittag ging jetzt auch im Musiklokal am Vogelwoog zum vorläufig letzten Mal ein Konzert über die Bühne.
Manchmal ist weniger nicht unbedingt mehr, aber doch immerhin ebenbürtig. Eine Gitarre (Jürgen Rath), ein Bass (Joe Reitz) und ein Schlagzeug (Dirk Kühn, auch als Sänger aktiv): Das reicht, um als „Big Jim & The Twins" einen ordentlichen Sound hinzulegen. Und weil die Jungs instrumental absolut sicher sind und auch noch interpretatorisch einiges drauf haben, gelingen ihnen die oft nicht ganz einfach zu reproduzierenden Repertoire-Titel von „ZZ Top", „Fleetwood Mac", „Deep Purple" & Co. trotz der Abwesenheit von mindestens einem weiteren Instrument ohne großen Substanzverlust.
Am Sonntag zeigten sich manchmal sogar ausgesprochene Vorteile der verkleinerten Besetzung. Der Blick wurde so bei Publikum und Musikern auch schon mal freier für das Wesentliche des Stücks, der Klang im Vergleich zum Original bisweilen etwas transparenter. Und wenn es doch einmal dünner zu werden drohte, packte Dirk Kühns wieder einmal ein Stück sicherer gewordene Stimme ein solides vokales Polster drauf. Dass er es problemlos schaffte, alle Songtexte auswendig zu singen und hinter seinem Instrument auch noch gleichzeitig und sicher die manchmal doch arg vertrackte rhythmische Spur zu halten, das war ohnehin eine reife Leistung.
Informationen zum Vogelwoog und seinen aktuellen Aktivitäten gibt es im Internet unter der Adresse www.vogelwoog.de.
Publikation: DIE RHEINPFALZ Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung Datum: Nr.224 Datum: Dienstag, den 26. September 2006 Seite: Nr.19 |