Jürgen Rath

 

SZ vom 07.02.06

 

Welt Kompakt vom 09.02.06

 

 

SZ 2005

MUSIKSZENE

 

Meisterlicher Musik-Mix

Immer wieder stellen wir Künstler aus der Musikszene Neunkirchens vor.

Teil 15: JAM – Das sind Amby Schillo und Jürgen Rath, die handgemachte Saitenkunst vom Feinsten bieten und stets ihr Publikum begeistern.

VON SZ-MITARBEITERIN JENNIFER KLEIN , Neunkirchen.

Nein, mit englischer Marmelade haben Amby Schillo und Jürgen Rath nichts am Hut. Hinter dem Bandnamen JAM verbergen sich schlicht und logisch die Initialen der beiden Musiker. Und die muss man eigentlich kaum mehr vorstellen, aber sei’s drum: Amby Schillo, musikalisches Multitalent, Gitarrist, Sänger, Schlagzeuger, schüttelt, rüttelt und kratzt sämtliche exotischen Percussion Instrumente, die es so gibt, spielt Jazz ebenso gut wie Pop, spielt und singt in diversen Formationen, unter anderem Marx Rootschilt Tillermann (MRT), hat auch beim Neunkircher Musical-Projekt als musikalischer Leiter mitgewirkt. Jürgen Rath ist E-Gitarrist mit Leib und Seele, und war in früheren Jahren Entwickler bei Hughes und Kettner, hat sich vor allem um Rock und Blues verdient gemacht mit Projekten wie der Blies Blues Band oder Big Jim and The Twins. „Irgendwann nach einem Konzert zu vorgerückter Stunde kam Amby zu mir und fragte, warum wir eigentlich nicht mal ein Projekt zusammen machen. Dann vergingen einige Monate, ohne dass ich was hörte; bis wir uns dann Anfang des Jahres trafen, drei Mal probten, und dann den ersten Auftritt machten“ – so die Kurzversion der Geschichte. Auf dem JAM-Programm steht manch eigener Song aus der Feder von Amby Schillo oder seinem MRT-Bandkollegen Michael Marx, den größten Teil machen jedoch Coversongs aus, darunter so unsterbliche Stücke wie Santanas „Europa“ oder „Black Magic Woman“, aber auch Songs vom Gitarrengott Eric Clapton, selten gespielte Stücke wie „Albatross“ von Fleetwood Mac und jede Menge Rock-Klassiker. Eine spannungsreiche Mischung, die daher rührt, „dass eigentlich jeder von uns einen anderen musikalischen Background mitbringt“, erklärt Amby. Er, der eher aus der Pop-, Jazz und  Latin-Ecke kommt, und Jürgen Rath, der sich dem Rock und Blues verschrieben hat. „Es geht uns nicht um die Imitation des Originals, sondern es ist schon unsere eigene Interpretation, unsere persönliche Version des Stückes“,  erklärt Amby. Dabei stemmt das Duo in astreinem  Sound  mühelos Stücke, die ansonsten eine ganze Band beschäftigen – auch wenn Amby ob der    Mehrfachfunktion als Gitarrist, Sänger, Schlagzeuger und Percussionist zeitweise ganz schön ins Schwitzen kommt. Hin und wieder suchen sich die beiden Verstärkung, wie zum Beispiel unlängst beim formidablen Konzert in der Stummschen Reithalle mit Wolfgang Bode am Bass. „Wir wollten einfach alles, was spielerisch und   akustisch in den Instrumenten drinsteckt, rausholen“, erklärt Jürgen Rath. Und wenn dann zwei solch versierte Mannen am Werk sind, gibt es für alle Freunde guter, handgemachter Saitenkunst eigentlich nur eine  Empfehlung:  hingehen, anhören!