Saarbrücker Zeitung vom 06.10.2011:

Saarbrücker Zeitung vom 27.07.2011:

Saarbrücker Zeitung vom 10.03.2011:

Wenn Gitarren gefühlvoll weinen
Am Dienstag ließ sich die Band JR and the Screamers im Alten Bahnhof Völklingen hören
Rockhymnen und Rock-Helden spielten mit bei der jüngsten Völklinger Tuesday Station Music
im Alten Bahnhof: Die Gitarristen Jürgen Rath und „Gulli“ Rudi Spiller huldigten der Musik
von Gary Moore und AC/DC.
Von SZ-Mitarbeiter
Andreas Lang
Völklingen. Der erst vor wenigen Wochen verstorbene Gitarrist Gary Moore war vorgestern erneut
ein Thema in der Völklinger Reihe Tuesday Station Music.
Klar, denn mit den Fender-Stratocaster-Fans Jürgen Rath und „Gulli“ Rudi Spiller stand bereits
vorher fest, dass den vielen Zuschauern ein gitarrenlastiger Auftritt bevorsteht.
„Gary Moore war einer der wenigen Feeling-Gitarristen“, sagt Gulli unmittelbar nach der Pause.
Also ein Saiten-Artist mit ganz viel Gefühl. Warum Moore das war, wird beim folgenden Titel
„Parisian walkways“ glasklar. Denn „JR“ Jürgen lässt seine Stratocaster mit ähnlich viel Gefühl
weinen, wie es der Altmeister – meist mit seiner GibsonLes-Paul – vorgemacht hat. Das
Moore-Stück bietet Rath auch gleich Gelegenheit, andere Solo-Techniken zu zeigen. Mit Hilfe
des Lautstärkereglers an der Gitarre lässt er das Instument zum Beispiel wie eine Geige klingen,
rasant werden die Tonfolgen anschließend mit der Hammering-Technik. Zusammen mit Schlagzeuger
Roman Grzyb bilden Gulli und Rath das Trio JR and the Screamers. Auch der Drummer hat schon bald
seinen Solo-Auftritt und schafft es dabei, sein Publikum zu begeistern. Ein Knaller ist auch Gullis
rauchige Reibeisenstimme – er kann sowohl eine gefühlvolle Blues-Ballade auf die gute alte Blue-Jeans,
singen als auch den König desRock’n’Roll, Elvis Presley, mit seinem ersten Chart-Hit „It’s allright, Mama“
imitieren. Den meisten Applaus gibt es aber für eine Rockhymne: „Highway to hell“ von AC/DC.
Hier ist hohes Kreischen von Gulli gefragt, der außerdem den Bass spielt. Einziges Manko:
Den Text aus der Feder von Bon Scott hat er nicht so genau parat, wie er plötzlich, gleichzeitig lachend
und singend, zugibt. Da ersetzt er die entfallene Zeile durch „I got no more words for this song“. Macht nix:
Das Publikum lacht kurz mit dem Sänger – und den Refrain singt man gemeinsam: „Hiiiiiiiiiighway
to hell“.
Saarbrücker Zeitung vom 28.01.2010:

Dezente Schreihälse rocken den Kaisersaal im Alten Bahnhof
In der Reihe „Tuesday-Station-Music“ heizte die Band JR and the Screamers den Zuhörern ein
Die neue Konzertreihe „Tuesday-Station Music“ einmal wöchentlich im Alten Bahnhof hat sich
etabliert. Am Dienstag stand die Rockband JR and the Screamers auf der Bühne und beeindruckte
mit ungewohnten Techniken.
Von SZ-Mitarbeiter
Andreas Lang
Völklingen. Optischen Schnickschnack wie ein Contrabass oder ein Cajun-Schlagzeug wie beim letzten
Konzert der Reihe „Tuesday-Station-Music“ gab es dieses Mal nicht. JR and the Screamers, was so viel
bedeutet wie Jürgen Rath und die Schreihälse, traten mit für Rockmusik eher klassischen Instrumenten auf
die Bühne mit dem knallroten Teppich im Kaisersaal des Alten Bahnhofs.Gitarrist Rath mit seiner Fender
Stratocaster, Sänger „Gulli“ Rudi Spiller mit dem dazu passenden Bass – so folgte die Band der Aufforderung
des Organisators Christoph Gottschalk: „Let’s rock this House.“ Schon zur Eröffnung – Deep Purples „Black
Knight“ - beweist „Gulli“, wieso im Band-Namen von den Schreihälsen die Rede ist. Nicht, dass er pausenlos
ins Mikrofon plärrt. Nein. Er singt mal glasklar, mal kratzig – gerade so, wie es das jeweilige Stück verlangt.
Und wo es passt, haut er auch schon mal einen hellen Schrei raus. Selbstbewusst hat das Trio, das mit
Schlagzeuger Roman Grzyb komplett ist, sich als Coverband der Spitzenklasse ankündigen lassen – und
dem kann man auch kaum widersprechen. Die Wechsel passen – auch beim höchst abwechslungsreichen
„Child in Time“ – an den Instrumenten sind wahre Könner. Rath lässt in sein Spiel auch bestimmte
Techniken einfließen. Er blendet zum Beispiel durch das schnelle Bewegen des Lautstärkereglers an seiner
Fender den Anschlagton aus und benutzt einen verchromten Zylinder, um eine Art Steel-Guitar-Effekt zu
erzielen. Nur manchmal rücken die drei von den Originalen ab. Gulli: „Manches haben wir umarangiert, so
müssen Gitarre und Bass die Keyboard-Parts übernehmen.“ Vom Alten Bahnhof und der Reihe ist er
begeistert. „Das ist wirklich eine krasse Location“, meint er. Und: „Live- Rockmusik mitten in der Woche –
schön, dass es das noch Irgendwo gibt.“ Das Repertoire , in dem auch „Still got the Blues“, „Alright now“ und
„Highway to Hell“ auftauchen, bezeichnet er als „Programm der Nummer-Zwei-Hits, Songs, die zwar jeder
kennt, aber nicht jeder spielt“